
Von den 1042 nordrhein-westfälischen Dörfern, die sich an den Kreisentscheiden im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt haben, werden 26 rheinische und 33 westfälische Dörfer am Landesentscheid 2009 teilnehmen. Die Kreisbewertungskommissionen aus 27 Landkreisen hatten die Dörfer und das Engagement der Dorfbewohner sowie ihre Erfolge bei ihren Bereisungen bewertet. Zur Vorbereitung auf den Landesentscheid 2009 veranstaltete die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zwei Arbeitstagungen in Stolberg und Soest.
Kammerpräsident Johannes Frizen konnte Minister Eckhard Uhlenberg begrüßen, der in seiner Ansprache auf die Entwicklungen und Veränderungen im ländlichen Raum einging. Im Ministerium genießt der Wettbewerb als ein Instrument für die Dorfentwicklung hohe Anerkennung, die Vorbereitung und die Durchführung werden finanziell getragen und die Teilnehmerdörfer mit Gold-, Silber- und Bronzeplaketten, verbunden mit Geldpreisen, ausgezeichnet.
„ Alle Teilnehmer sind Gewinner. Den Menschen, die sich für ihr Dorf und damit auch für ihr Lebensumfeld einsetzen, gebührt ein herzlicher Dank. Im Zuge des demographischen Wandels ist es wichtig, dass man sich um alle Altersgruppen bemüht, um die jungen und um die alten Menschen. Die gilt besonders in unseren Dörfern. Es geht uns vor allem um die Verbindung von Tradition und Weltoffenheit», verdeutlichte Uhlenberg die Ziele des Wettbewerbes.
„Tragende Säulen im Wettbewerb sind die vielfältigen örtlichen Vereine in den Dörfern, die ihre Unterstützung in den jeweiligen Stadt- und Gemeindeverwaltungen finden. Die Kenntnisse über die örtlichen Zusammenhänge, über sachliche, finanzielle und personelle Fragen sind notwendige Voraussetzungen für die dörflichen Entwicklungen. Die kontinuierliche Beteiligung am Wettbewerb führt zu einer besseren Zusammenarbeit und mehr Verständnis untereinander“, so Kammerpräsident Johannes Frizen in seiner Begrüßungsansprache. Besonderes Lob und hohe Anerkennung zollte Frizen den Vertreterinnen und Vertreter der Kreissiegerdörfer für ihr Engagement für ihre Dörfer und ihren Lebensraum. „Sie haben Ihre Einsatzfreude, Ihre Eigeninitiativen und Ihre Ideenvielfalt im Kreiswettbewerb unter Beweis gestellt und sind nun auf dem Weg in die zweite Runde“, motivierte der Präsident, die nächste Hürde zu meistern.
Fachvorträge, die aktuelle Themen zur Dorfgestaltung und zum Leben im Dorf beinhalteten, standen im Mittelpunkt dieser Auftaktveranstaltungen: Die Baukultur, ein tragendes Element in der Dorfentwicklung und der Lebensraum Dorf in seinem sozialen Gefüge. Im Sommer 2009 wird die Landesbewertungskommission die Dörfer bereisen, um die Besten zu suchen.